Die Käppele-Turnhalle – ein Stück Heimat
Mühlacker
Manfred Münch aus Mühlacker hat den Bombenangriff, bei dem die alte Turnhalle zerstört wurde, mit eigenen Augen gesehen.
Szene des Wiederaufbaus im Jahr 1949. Foto: Stadtarchiv Mühlacker
Mühlacker. Er war noch keine fünf Jahre alt, aber jener Sonntag im Jahr 1945, als die Turnhalle im Käppele durch einen Bombenangriff zerstört wurde, steht ihm vor Augen, als ob das Ereignis gestern stattgefunden hätte. „Wir lebten keine 100 Meter Luftlinie entfernt in der Pforzheimer Straße“, erzählt der heute 86-jährige Manfred Münch. „Meine Eltern, meine Geschwister und ich saßen beim Mittagessen, als plötzlich Speis von der Decke rieselte.“ Durchs Fenster sah der kleine Junge, wie die Sporthalle nebenan in sich zusammenfiel. „Sie implodierte“, beschreibt Manfred Münch, was er als Kind miterlebte. Vorbei die Zeiten, da er dienstags in der 1937 eingeweihten, modernen Halle das Kinderturnen des TV Mühlacker mitmachen durfte. Es folgten Sportstunden im Übergangsquartier Uhlandbau, ehe einige Jahre nach Kriegsende die neue Käppele-Halle in Betrieb geben konnte.
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