„Knittlingen ist besonders wertvoll“

Knittlingen

Nach dem Abschluss der Grabungen im Bergfeld sollen die Funde ausgewertet werden. Sie erlauben Einblicke in die Welt der Menschen, die zur Merowingerzeit auf dem Areal der heutigen Stadt lebten. Die frühe Knittlingerin liebte Schmuck, die männliche Elite besaß Waffen und Pferde.

Blick in eines der Gräber: linker Fuß mit Sporen. Foto: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart/Folke Damminger

Blick in eines der Gräber: linker Fuß mit Sporen. Foto: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart/Folke Damminger

Knittlingen. Wenn Neues entsteht bei einem größeren Bauprojekt und dafür Erdreich bewegt wird, öffnet sich in glücklichen Fällen ein Fenster in die Vergangenheit. Denn der Boden, auf dem die Zukunftsvisionen des 21. Jahrhunderts in die Tat umgesetzt werden, diente schon vor Jahrhunderten unterschiedlichsten Kulturen als Heimat. Einen Beleg dafür haben Archäologen im vergangenen Jahr in Knittlingen gefunden, wo „Im Bergfeld“ seit August Grabungen stattgefunden haben. Ans Tageslicht kam ein frühmittelalterliches Bestattungsfeld. Der Platz wurde bereits 1920 etwas westlich außerhalb der Kernstadt Knittlingens bei Bauarbeiten für eine nie fertiggestellte Schmalspurbahn entdeckt. Anlässlich der beabsichtigten Erschließung eines Wohngebietes waren im Jahr 1984 bei Sondagen der archäologischen Denkmalpflege auch nördlich davon Gräber nachgewiesen worden. Die Wiederaufnahme der Planungen zur Bebauung gaben Anlass zu den weiteren archäologischen Untersuchungen.

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