„Eine Alzheimer-Erkrankung geht nur in eine Richtung: abwärts.“

Wissen

Die 50-jährige Philippa K. hat innerhalb kurzer Zeit erst ihre Mutter, dann ihren Vater verloren. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen.

Eine Alzheimer-Erkrankung stellt die Familie vor eine Zerreißprobe.

Eine Alzheimer-Erkrankung stellt die Familie vor eine Zerreißprobe.

(Foto: Unsplash/Thomas Griggs)

Im Januar 2020, kurz vor dem ersten Corona-Lockdown, hatte meine Mutter eine Alzheimer-Diagnose erhalten. Für sie und meinen Vater war das natürlich ein Schock. Dann kamen die Corona-Beschränkungen. Meine jüngere Schwester und ich gaben uns sehr viel Mühe, die Betreuung für meine Mutter schnellstmöglich zu organisieren. Doch die Zeit ohne soziale Kontakte konnten wir nicht ganz abfedern. Während des Lockdowns saß mein Vater nur zu Hause, kümmerte sich um meine Mutter. Mit uns war er nur über Telefon verbunden. Das tat ihm nicht gut. Durch Corona sind immer mehr soziale Kontakte weggebrochen. Viele alte Bekannte haben sich auch durch die Alzheimer-Erkrankung meiner Mutter zurückgezogen. Nur wenige blieben.

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