Von wegen „faule Griechen“

Wirtschaft

Friedrich Merz plädiert für längere Arbeitszeiten und weniger Work-Life-Balance. Griechenland ist in dieser Debatte bereits einen Schritt weiter: ein Vorbild für Deutschland?

Übermäßiger Fleiß ist keine Eigenschaft, die viele Deutschen spontan mit Griechenland verbinden. Doch die Griechen arbeiten mehr als alle anderen in der EU.

Übermäßiger Fleiß ist keine Eigenschaft, die viele Deutschen spontan mit Griechenland verbinden. Doch die Griechen arbeiten mehr als alle anderen in der EU.

(Foto: imago/Depositphotos)

Übermäßiger Fleiß ist keine Eigenschaft, die man spontan mit Griechenland verbindet. Viele Urlauber schätzen das entspannte Lebensgefühl: In Hellas scheinen die Uhren langsamer zu gehen, man lässt sich Zeit. Dieser von vielen beneidete Lebensstil befeuerte während der Schuldenkrise der 2010er Jahre jedoch zahlreiche Vorurteile. Vor allem deutsche Boulevardmedien nahmen die „faulen Griechen“ ins Visier, die auf Kosten anderer das Leben unter der südlichen Sonne genießen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel griff dieses Stereotyp auf, als sie am 18. Mai 2011 bei einer CDU-Veranstaltung in Meschede erklärte, es gehe nicht, dass die einen – gemeint waren die Griechen – „ganz viel Urlaub bekommen“ und andere – nämlich die Deutschen – „ganz wenig“.

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