Viel Holz – für den Borkenkäfer oder für Pellets?
Wirtschaft
Der deutsche Wald muss umgebaut werden. Den Klimawandel überleben Kiefer und Fichte nicht. Überlässt man sie Borkenkäfern oder macht man Bauholz und Pellets daraus?
Pelletheizungen: Taugen sie für die Zukunft?
(Foto: imago images/Antonio Gravante)
Es beginnt im Wald. Georg Dischner hebt die Rinde der gefällten Fichte ab, dreht sie um und zeigt auf ihrer Innenseite auf ein labyrinthartiges Muster kleiner Kanäle. „Das war der Borkenkäfer“, sagt der Betriebsleiter des bayerischen Staatsforsts Kaisheim nördlich von Augsburg. Befallenes Schadholz wie dieses müsse schnell raus aus dem Wald, weil aus einer Fichte wie dieser Zehntausende neue Borkenkäfer ausfliegen und 20 weitere Bäume befallen können. „Vom Käferbefall bis zum Ausflug vergehen sechs Wochen“, so der Förster. Aber eigentlich haben Kiefer und Fichte, die etwa 70 Prozent des deutschen Waldbestandes ausmachen, sowieso keine Chance, meint der Mann in Trachtenjacke, der neben Dischner in der sonnenbeschienenen Lichtung steht.
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