Kulturkampf in der Finanzwelt mit harten Bandagen

Wirtschaft

In der Abwehrschlacht mit der italienischen Unicredit mangelt es der Commerzbank nicht an überzeugenden Argumenten. Das Problem ist der rigorose Gegner, meint unser Autor.

Bankchefin Bettina Orlopp will wohl vor allem den Preis hochtreiben.

Bankchefin Bettina Orlopp will wohl vor allem den Preis hochtreiben.

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Die Commerzbank-Führung muss sich nicht vorwerfen zu lassen, es nicht versucht zu haben: Sie tut das ihr Mögliche, um den Übergang in italienische Hände abzuwenden. Was nicht alles an Argumenten ins Feld geführt wird: die günstige wirtschaftliche Entwicklung mit Ergebnissen auf Rekordniveau, die ambitionierten Ertragsziele, die Leitfunktion für den Mittelstand vor allem im internationalen Geschäft, die enge Bindung zum Privatkunden sowie – besonders hervorgehoben – die Sorge um die Zukunft der Belegschaft. Wie schmal dieser Grat der Solidarisierung ist, zeigt freilich der Plan, weitere 3000 Stellen abzubauen, nur um die Aktionäre jetzt mit größtmöglicher Effizienz zu beeindrucken.

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