Fest verhakt ins Ungewisse

Wirtschaft

Friedrichshafen und ihre Zeppelin-Industrie war immer eine Verbindung auf Gedeih. Nun steckt der Zulieferer ZF in seiner größten Krise. Steht das Stiftungsmodell vor dem Ende?

Oberbürgermeister Simon Blümcke gibt sich meist zuversichtlich. Doch die Stadt ist verunsichert.

Oberbürgermeister Simon Blümcke gibt sich meist zuversichtlich. Doch die Stadt ist verunsichert.

(Foto: Anja Koehler)

Das Dienstzimmer des Friedrichshafener Oberbürgermeisters sieht anders aus als früher. Der Schreibtisch steht im Hellen, vor dem riesigen Fenster über dem Adenauerplatz mit dem Buchhornbrunnen, wo sich aus einem stilisierten Füllhorn, ganz unironisch, goldene Zahnräder ergießen. Die Büromöbel sind längst nicht alles, was der parteilose Simon Blümcke, 51, verrückt hat, seit er Ende 2024 ins Amt trat, gewählt nach dem vorzeitigen Abgang seines Vorgängers Andreas Brand. Dessen Abschied wirkte wie eine Flucht vor massiven Finanzproblemen, die sich immer weiter auftürmten. Seither sieht sich Blümcke genötigt, mit überaus freundlichem Lächeln die halbe Stadt zu beunruhigen.

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