Bericht: Porsche droht Verlust von rund 4000 Stellen

Wirtschaft

Beim Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche droht der nächste Stellenabbau. Laut einem Medienbericht stehen weitere rund 4000 Arbeitsplätze auf der Kippe.

Kommt bei Porsche der nächste Stellenabbau?

Kommt bei Porsche der nächste Stellenabbau?

(Foto: Christoph Schmidt/dpa)

Von Matthias Kapaun

Laut einem Bericht der Wirtschafts- und Finanzzeitung „Handelsblatt“ könnten beim Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche weitere 4100 Arbeitsplätze wegfallen. Beim Mutterkonzern Volkswagen wächst nach einer Gewinnwarnung die Sorge, dass das bisherige Sparprogramm nicht ausreiche, berichtete das „Handelsblatt“ am Samstag. Diese Informationen stammen offenbar aus Unterlagen zum Aufsichtsratsbeschluss von VW Anfang September.

Für die Markengruppe „Sport Luxury“, zu der Porsche gehört, sieht der Plan eine Reduzierung um etwa 4100 Stellen vor. Allein im Bereich der Gemeinkosten bestehe ein Fehlbetrag von etwa 700 Millionen Euro. Der VW-Plan soll ausdrücklich zusätzlich zu den bereits bestehenden Vereinbarungen gelten, so die Zeitung. Weder Volkswagen noch Porsche waren zunächst für eine Stellungnahme erreichbar.

Volkswagen senkte am Freitag die Prognose für das laufende Jahr

Volkswagen hatte am Freitag seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Für 2026 erwartet Europas größter Autobauer nur noch eine operative Umsatzrendite von etwa einem Prozent statt der bisherigen Schätzung von 4 bis 5,5 Prozent. Hauptursache ist eine Milliardenabschreibung auf Porsche. Da Porsche eigenständig agiert, kann Volkswagen entsprechende Maßnahmen nur empfehlen, nicht aber anordnen.

Im Juli hatte Porsche beschlossen, zur Senkung der Personalkosten bis 2035 weitere 5000 Stellen abzubauen. Diese Kürzung kommt zu den im ersten „Zukunftspakt“ 2025 geplanten 3900 Stellen bei Porsche und 500 bei Tochterunternehmen hinzu. Dadurch fällt fast jede fünfte Stelle weg.