Hund verschluckt Giftköder zwischen Wiernsheim und Serres

Wiernsheim

Präparierte Wurst bringt Tier in Gefahr.

Symbolfoto: Huber

Symbolfoto: Huber

Wiernsheim (oda). Ende Januar hat ein Hund in der Nähe eines Feldweges zwischen Wiernsheim und Serres einen Giftköder geschluckt, wie erst jetzt bekannt wurde. Die Halterin, die den Vorfall beim Ordnungsamt meldete, berichtete dort von einer mit einer unbekannten, giftigen Substanz präparierten Wurst. „Der Hund wurde ärztlich behandelt und verstarb nicht“, so Saskia Tsirogiannis, die stellvertretende Hauptamtsleiterin der Gemeinde Wiernsheim, auf Anfrage. „Es war ein einmaliger Fund“, merkt Tsirogiannis weiter an, und erklärt: „Bei der Polizei ging keine Anzeige diesbezüglich ein. Eine Nachverfolgung durch die Ortspolizeibehörde ist in diesem Fall nicht möglich.“

Daraufhin machte die Gemeinde in ihrem Amtsblatt auf eine mögliche Gefahr für andere Hundehalter aufmerksam. Eine besorgte Wiernsheimer Hundehalterin schrieb dem Mühlacker Tagblatt daraufhin einen offenen, anonymen Brief an den Täter, in dem steht: „Wie viel Hass muss in Ihnen stecken? Es geht hier nicht nur um Hunde, sondern auch um Katzen, Vögel und andere Kleintiere. Haben Sie ein Recht dazu, Ihren Hass so auszuleben? Können Sie überhaupt noch ruhig schlafen? Schämen Sie sich!“ Die Wiernsheimerin, die ihren Namen aus Angst um den eigenen Vierbeiner nicht in der Zeitung lesen möchte, kann sich das Auslegen der Giftköder nur so erklären: „Jemand stört sich an Hundehaufen, die nicht weggeräumt werden“. Sie appelliert daher an alle anderen Hundebesitzer, die Häufchen entsprechend zu entfernen.

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