Jamie Leweling belohnt starken VfB – die Noten zum Spiel gegen Atletico
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Der VfB hat in der Champions League gegen Atletico Madrid 1:1 gespielt. Wir bewerten alle mindestens zehn Minuten eingesetzten Spieler mit einer detaillierten Einzelkritik.
Jamie Leweling trifft für den VfB Stuttgart gegen Atletico Madrid.
(Foto: Baumann/Hansi Britsch)
Von David Scheu, Dirk Preiß
Nach zwei Siegen zu Beginn der Saison in der Fußball-Champions-League hat der VfB Stuttgart am Dienstagabend gegen Atletico Madrid 1:1 gespielt. Nach drei Partien haben die Stuttgarter in der Königsklasse nun sieben Punkte auf dem Konto.
Die Stuttgarter begannen extrem aktiv, störten den Gegner früh, erzwangen Ballverluste und kamen zu Abschlüssen. Das Tempo war hoch, und der VfB belohnte sich in der 36. Minute für seinen enormen Aufwand mit dem 1:0 von Jamie Leweling. Die Gäste wurde danach aktiver, doch es blieb bei der Pausenführung.
Nach dem Wechsel allerdings dauerte es nicht einmal zwei Minuten, ehe Atletico zum Ausgleich traf. Die VfB-Defensive war erstmals zu passiv, das nutzte Julian Alvarez. Ab der 64. Minute spielte der VfB in Überzahl, Morten Hjulmand hatte nach einem Foul an Angelo Stiller Rot gesehen.
Weiter geht es für die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß bereits am Freitag (20.30 Uhr) mit dem Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach.
Dennis Seimen (Note 2,5): Der Torhüter wurde bei seiner Königsklassen-Premiere anfangs wenig gefordert und war bei einem zentral platzierten Kopfball kurz vor der Pause zur Stelle (43.). In der zweiten Hälfte mit einer starken Fußabwehr. Insgesamt ein stabiler Auftritt des jungen Keepers.
(Foto: IMAGO/Fernando Soares)
Josha Vagnoman (Note 3): Sorgte gleich in der ersten Minute mit einem Distanzschuss nach einer Ecke für Gefahr. Auch danach mit Vorwärtsdrang und hoher Präzision, alle 21 Pässe im ersten Durchgang kamen an. Vor dem 1:1 aber zu passiv, sodass er die Hereingabe von Lookman nicht unterband (47.). Kurz darauf ging er angeschlagen vom Feld.
(Foto: Alexander Keppler)
Jeff Chabot (Note 3): Der Abwehrchef verteidigte auf der linken Innenverteidiger-Position aufmerksam. War oft am Ball (42 Kontakte in der ersten Hälfte), überließ den Aufbau in die Tiefe aber meist Angelo Stiller. Beim 1:1 für Atletico im Verbund mit Hendriks nicht nahe genug am Gegenspieler (47.). In der 81. Minute vergab er die Riesenchance auf das 2:1, als Chabot nach einer Ecke frei zum Kopfball kam – diesen aber links vorbei setzte.
(Foto: Julia Rahn)
Ramon Hendriks (Note 3): Bei seinem vierten Startelf-Einsatz in Folge rückte der Niederländer von der Außen- in die Innenverteidigung und war dort in der druckvollen VfB-Anfangsphase wenig gefordert. In der Spieleröffnung ohne großes Risiko, aber weitgehend fehlerfrei.
(Foto: IMAGO/Jordy Fourgon)
Maximilian Mittelstädt (Note 2,5): Der Linksverteidiger rückte bei seinem Comeback nach zehntägiger Verletzungspause direkt in die Startformation und legte in der Anfangsphase viel Offensivdrang an den Tag. Zudem griffig im Zweikampf mit 60 Prozent gewonnenen Duellen in der ersten Hälfte. In der 77. Minute mit einer starken Klärungsaktion per Kopf.
(Foto: Julia Rahn)
Angelo Stiller (Note 1,5): Der Fixpunkt im Stuttgarter Mittelfeld begann klar offensiver als sein Nebenmann Grischa Prömel und tauchte oft am Strafraum der Gäste auf, kam auch zu Torschüssen. Wie wichtig seine Positionierung war, zeigte sich beim Führungstreffer, als er nach einem ungenauen Pass gleich ins Pressing ging und Jamie Leweling den Abschluss ermöglichte. In die zweite Hälfte startete Stiller etwas unglücklich, als sein verlorenes Kopfballduell Teil des Ausgleichstreffers war. Ein Foul an ihm führte zum Platzverweis für Morten Hjulmand.
(Foto: IMAGO/Jordy Fourgon)
Grischa Prömel (Note 3): Rückte im zentralen Mittelfeld für Atakan Karazor in die Startelf – und lieferte eine seriöse Vorstellung ab. Etwas defensiver als sein Nebenmann Stiller und dadurch in der Absicherung wichtig.
(Foto: Julia Rahn)
Jamie Leweling (Note 2,5): Der Flügelstürmer war zuletzt etwas glücklos unterwegs. Gegen Atletico arbeitete er sich durch viele Läufe ins Spiel und belohnte sich nach 36 Minuten mit dem Führungstreffer. Nach der Pause war auch bei ihm der Schwung ein wenig verloren, nach 72 Minuten machte er Platz für Ermedin Demirovic.
(Foto: IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner)
Bilal El Khannouss (Note 2): Der Marokkaner hatte die erste Großchance nach wenigen Sekunden, scheiterte aber an Madrids Keeper Jan Oblak. Danach war El Khannouss fast überall in der Offensive zu finden, war aber auch einer der ersten Defensivspieler nach Ballverlusten – unter anderem mit beherzten Grätschen. Die Nummer elf des VfB war auch in der zweiten Hälfte einer der Fleißigsten, ein Schuss von ihm wurde geblockt.
(Foto: IMAGO/Jordy Fourgon)
Chris Führich (Note 2): Der linke Flügelspieler startete mit einer starken Balleroberung in die Partie. Wie in den vergangenen Wochen war er mit seinen Dribblings und Sprints wichtiger Aktivposten. Auch am Führungstreffer des VfB war Führich beteiligt. Nach der Pause war er nicht mehr ganz so forsch unterwegs, nahm gegen Ende der Partie aber wieder Schwung auf. Sein großer Aufwand hätte die eine oder andere entscheidende Situation mehr verdient gehabt. Kurz vor Schluss ging er für Leo Sauer vom Feld.
(Foto: IMAGO/Jordy Fourgon)
Deniz Undav (Note 3): Beim intensiven Start des VfB war auch der Kapitän viel zwischen den Abwehrspielern von Atletico unterwegs. So blieb er ohne eigene Chancen, leistete aber einen wertvollen Beitrag zur starken ersten Hälfte. Undav blieb bis zum Ende der Partie fleißig, wurde aber nie wirklich torgefährlich. In der 87. Minute ging er vom Feld, es kam Dzenan Pejcinovic.
(Foto: Harry Langer/dpa)
Ermedin Demirovic (Note 3): Der Angreifer kam in der 72. Minute für Jamie Leweling ins Spiel und kombinierte gleich mit Deniz Undav. Blieb in der Folge aber wirkungslos.
(Foto: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn)
Lorenz Assignon (Note 2,5): Kam in der 52. Minute für den angeschlagenen Vagnoman als rechter Außenverteidiger ins Spiel und schaltete sich immer wieder mit nach vorne ein. Wie bei einer gefährlichen Flanke in der 66. Minute.
(Foto: IMAGO/Sportfoto Zink/Wolfgang Zink)
Leo Sauer: Kam kurz vor Schluss für Chris Führich und bleibt ohne Bewertung.
(Foto: Volker Mueller)
Dzenan Pejcinovic: Kam kurz vor Schluss für Deniz Undav und bleibt ohne Bewertung.
(Foto: JOE KLAMAR/afp)