Wie das große Zeitungssterben die USA verändert

Politik

In den USA wachsen lokale Nachrichtenwüsten – mit bitteren Konsequenzen für die Demokratie und das Gemeinwesen. Aber es gibt auch neue Hoffnung.

Ihr Besitzer Jeff Bezos spart die Washington Post kaputt, einst ein Flaggschiff des exzellenten Journalismus.

Ihr Besitzer Jeff Bezos spart die Washington Post kaputt, einst ein Flaggschiff des exzellenten Journalismus.

(Foto: AFP/MANDEL NGAN)

Zuletzt arbeiteten die Journalisten der „Pittsburgh Post-Gazette“ aus einem Lagerraum, umgeben von Archiven aus 240 Jahren Zeitungsgeschichte. Die Redaktion konnte sich ihr Büro nicht mehr leisten. Obwohl bereits ein Termin für die letzte Ausgabe der renommierten Regionalzeitung feststand, machten die Reporter weiter. Zwei Wochen vor der geplanten Schließung am 3. Mai kam die unerwartete Rettung. Das Venetoulis Institute for Local Journalism kaufte das Blatt. Die gemeinnützige Organisation aus Baltimore übernahm Marke, geistiges Eigentum und Kundenstamm. Für die Belegschaft fühlte sich der Moment an wie „ein kollektives Aufatmen“, beschreibt Reporterin Hallie Lauer die Erleichterung. Dabei ist die Geschichte dieser Rettung nicht nur Anlass zur Freude, sondern ein Alarmsignal.

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