Warum sich junge Männer den Kiefer zertrümmern
Politik
Der Neu-Ulmer Extremismusforscher Christopher David hat den Jugendtrend Looksmaxxing untersucht, bei dem junge Männer mit abstrusen Praktiken versuchen, ihr Aussehen zu optimieren. Was sie sich davon erhoffen und welches Frauenbild dabei transportiert wird.
Eine markante Kieferpartie gilt in der Looksmaxxing-Szene als Ideal. Jungen Männern, die das nicht bieten können, wird unter anderem geraten, ihre Kieferknochen mit Hämmern zu zertrümmern, damit diese definierter wieder zusammenwachsen können.
(Foto: Chist Delmas/AFP)
Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Männlichkeitsgehabe – das alles ballt sich im Internet in der Manosphere, die ihre eigenen Regeln und ihre eigene Sprache hat. Immer neue Bewegungen und neue Gruppierungen entstehen, die aber eines gemeinsam haben: Oft sehr junge Männer suchen nach Identität und Sinn im Leben. Das sogenannte Looksmaxxing reiht sich nahtlos ein. Halbe Kinder sitzen da vor Bildschirmen und halten ihr Gesicht in die Kamera, fragen: Warum kriege ich kein Mädchen ab? Doch es geht längst nicht nur ums Äußere. Der Extremismusforscher Christopher David hat an einer Studie zu dem Jugendtrend mitgewirkt und mit Kollegen die Plattform TikTok durchforstet. Die Wissenschaftler warnen vor einer gefährlichen Entwicklung.
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