Warum die Polizeiaffäre nach drei Jahren vor Gericht zurückkehrt
Politik
Knapp drei Jahre nach dem Freispruch von Andreas R. vom Vorwurf der sexuellen Nötigung beginnt in Stuttgart ein neuer Prozess gegen den früheren Polizeiinspekteur.
Andreas R. mit seiner Anwältin steht erneut vor Gericht.
(Foto: Lichtgut)
Es wird ein Déjà-vu geben. Die Ehefrau von Andreas R. will am Dienstag wieder eine Statement-Handtasche tragen, und sie wird ihn ins Gericht und zum Prozess begleiten. Wie im April 2023. Damals betrat Andreas R., der frühere oberste Polizist des Landes, das Stuttgarter Landgericht Hand in Hand mit seiner Ehefrau, angeklagt der sexuellen Nötigung einer jüngeren Kollegin. Im Juni verließ er das Gericht mit einem Freispruch in der Tasche, Hand in Hand mit seiner Frau. Diese Szenen gehören zu den prägenden Bildern der Polizeiaffäre um den früheren Inspekteur der baden-württembergischen Polizei. Damals war die Botschaft auf dem Handtaschengurt: stay strong. Bleib stark. Es war eine metoo-Affäre, ausgelöst durch eine Kneipennacht am 12. November 2021, ein Fall der sexuellen Annäherung zweier Menschen mit großem Machtgefälle, die nicht nur das Leben der beiden Hauptbeteiligten völlig auf den Kopf stellte. Sie erschütterte die gesamte Spitze der Landespolizei, brachte den Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) ins Wanken, löste einen Landtags-Untersuchungsausschuss aus.
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