Ukrainische Sprache unerwünscht

Politik

Wie Ukrainisch schon im russischen Zarenreich zur unerwünschten Sprache wurde.

Kreml in Moskau: Die Hausherren wähnen sich seit Jahrhunderten als Oberhäupter einer Großmacht.

Kreml in Moskau: Die Hausherren wähnen sich seit Jahrhunderten als Oberhäupter einer Großmacht.

(Foto: Ulf Mauder/dpa)

Bad Ems zählt sicherlich zu den in Geschichtsbüchern am häufigsten erwähnten Kurorten. Die „Emser Depesche“, ein im Sommer 1870 an Otto von Bismarck verschicktes Telegramm, gilt als Zündfunke für den Deutsch-Französischen Krieg. Der „Emser Erlass“ des russischen Zaren Alexander II. ist weniger bekannt: Ende Mai 1876 verbot der Kremlherrscher damit die Einfuhr und Veröffentlichung von ukrainischen Büchern in seiner Heimat: Ukrainisch wurde damit in Russland zur unerwünschten Sprache.

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