Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf

Politik

Die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges liegen auf Eis. Drei europäische Länder und die Ukraine wollen sie wieder in Gang bringen. Sie nennen Putin fünf Bedingungen dafür.

Diese Vier wollen die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder in Gang bringen.

Diese Vier wollen die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder in Gang bringen.

(Foto: Lucy North/PA Wire/dpa)

Von dpa

London - Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Ausgangspunkt dafür soll die derzeitige Frontlinie in der Ukraine sein. Die USA sowie Europa sollten "aktiv" an den Gesprächen beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen in London veröffentlichten. 

Fünf Voraussetzungen für Friedensgespräche

Darin nennen sie fünf Voraussetzungen für einen "gerechten und dauerhaften Frieden":

Weitere militärische Unterstützung zugesichert

Die Europäer sicherten Selenskyj auch weitere militärische Unterstützung zu. Darüber solle bei den im Juni und Juli stattfindenden Gipfeltreffen der G7 und der Nato sowie beim nächsten Treffen der "Koalition der Willigen" gesprochen werden, in der sich die Verbündeten der Ukraine zusammengeschlossen haben. 

Die Staats- und Regierungschefs betonten die dringende Notwendigkeit, die Raketenabwehr und die Verfügbarkeit weitreichender Waffen zu stärken. Sie erörterten zudem, "wie das Bündnis von der Kampferfahrung der Ukraine lernen kann und wie die langfristige industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine ausgebaut werden kann, um die eigene Verteidigung Europas zu stärken".

Diese vier Staats- und Regierungschefs treffen sich nicht zum ersten Mal um über den Ukraine-Krieg sprechen. (Archivbild)

Diese vier Staats- und Regierungschefs treffen sich nicht zum ersten Mal um über den Ukraine-Krieg sprechen. (Archivbild)

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Die Vermittlungsbemühungen der USA sind inzwischen erlahmt. (Archivbild)

Die Vermittlungsbemühungen der USA sind inzwischen erlahmt. (Archivbild)

(Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa)

Schröder wurde von Putin als Unterhändler vorgeschlagen, was auf deutscher Seite nicht ernst genommen wird. (Archivbild)

Schröder wurde von Putin als Unterhändler vorgeschlagen, was auf deutscher Seite nicht ernst genommen wird. (Archivbild)

(Foto: Michael Kappeler/dpa)