Testfall für die Aussöhnung
Politik
Der Sudetentag in Tschechien provoziert Proteste von rechts. Der Zwist zeigt: Das ewige Gestern ist für manche noch nicht vorbei, meint unser Autor Armin Käfer.
Ein BIld aus unseligen Zeiten: Sudetendeutsche auf der Flucht.
(Foto: dpa)
Was Sudeten und Tschechen trennt, liegt 80 und noch mehr Jahre zurück: das Herrenmenschengehabe der Nationalsozialisten in den deutsch besiedelten Gebieten von Böhmen und Mähren, später die Vertreibung der Sudetendeutschen, Todesmärsche, die von Revanchegelüsten diktierten Benes-Dekrete. Noch ist die Kluft zwischen den Geschichtsbildern der Menschen, die das gleiche Land ihre Heimat nennen, nicht überwunden. Das zeigen die Querelen um den Sudetentag an Pfingsten, der erstmals in der tschechischen Stadt Brno, zu deutsch Brünn, stattfinden wird. Auch der bayrische Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (beide CSU) haben sich als Gäste angekündigt – was den Konflikt eher anheizt.
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