Nachwirkungen des Maut-Debakels
Politik
Nicht seine Fehler bringen den früheren Verkehrsminister vor Gericht, sondern seine angeblichen Gedächtnislücken. Gut so, kommentiert Christian Gottschalk.
Andreas Scheuer beim Maut-Untersuchungsausschuss
(Foto: Michael Kappeler/dpa)
Anzeigen oder gar Ermittlungen gegen Minister und Ex-Minister sind für Medien und politische Gegner ein gern gesehener Anlass, um Schlagzeilen zu produzieren. Meistens versanden die Vorwürfe, zur Anklage kommt es nur selten. Dass sich Andreas Scheuer nun vor dem Berliner Landgericht verantworten soll, ist daher schon beachtenswert. Die letzten formellen Anklagen gegen ehemalige Bundesminister gab es vermutlich gegen Otto Graf Lambsdorff und Hans Friderichs in der Flick-Affäre. Das ist vier Jahrzehnte her.
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