Macht er den nächsten Präsidenten Frankreichs?
Politik
Der französische Milliardär und Medienmogul Vincent Bolloré bläst zum Kulturkampf. Wer ist dieser Mann, der sich immer offener als Strippenzieher der Rechten betätigt?
Investor und Milliardär: Vincent Bolloré will bei der französischen Kinokette UGC einsteigen. Dagegen regt sich Protest.
(Foto: imago/IP3press)
Vincent Bolloré schweigt, auch wenn er zum großen Schlag ausholt. Beim renommierten französischen Buchverlag Grasset feuerte er den langjährigen Chef Olivier Nora. 200 Autoren, unter ihnen Frédéric Beigbeder, Virginie Despentes oder Bernard-Henri Lévy kündigten daraufhin ihre Zusammenarbeit auf. Doch da hatte der Milliardär und Medienmogul schon sein nächstes Ziel im Visier: Beim Filmfestival von Cannes bekundete sein Bezahlsender Canal Plus – der größte Filminvestor Frankreichs – vor wenigen Tagen sein Interesse an der Kinokette UGC. 600 Kunstschaffende wie die Schauspielerinnen Juliette Binoche und Adèle Haenel unterzeichneten eine Petition gegen Bolloré. In der Erklärung heißt es: „Wenn wir das französische Kino einem Rechtsextremisten überlassen, droht uns eine faschistische Kontrolle der kollektiven Bilder.“
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