Jüdischer Aufbruch in Wien
Politik
Mehr und mehr deutsche Juden wandern nach Wien aus. So wie Boruch Ioffe und seine Familie. Was sie vertrieben hat und was sie in der österreichischen Hauptstadt finden.
Boruch Ioffe vor dem Chabad-Haus in Wien. Hier trifft sich die jüdische Gemeinde zum Gebet.
(Foto: Patrick Guyton)
„Ihr seid verrückt geworden.“ Das sagten Freunde und Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu Boruch Ioffe und seiner Frau Ora. 2019 war das, in Weiden in der Oberpfalz. Der Sohn Schmulik war sechs Jahre alt, die Familie fest verankert im Judentum, aktiv in der Gemeinde mit ihren 300 Mitgliedern. Die Ioffes hielten an ihrem Plan fest: Sie wanderten aus – nach Wien. Wie manche andere deutsche Juden. „Hier schaut einem als Jude niemand hinterher“, sagt Ioffe. „Hier können wir offen leben in unserer Gemeinschaft.“
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