Journalistinnen stehen „Richter des Todes“ gegenüber

Politik

Im Iran beginnt der Prozess gegen zwei Journalistinnen, die über den Tod einer jungen Frau berichtet hatten – und sie haben kaum eine Chance.

Den beiden Journalistinnen Niloofer Hamedi (li.) und Elaheh Mohammadi droht die Todesstrafe.

Den beiden Journalistinnen Niloofer Hamedi (li.) und Elaheh Mohammadi droht die Todesstrafe.

(Foto: dpa/Mehrdad Aladin)

Die 15. Kammer des iranischen Revolutionsgerichts in Teheran ist berüchtigt. Ihr Vorsitzender Abolghassem Salawati hat den Ruf eines rücksichtslosen Scharfrichters. Er hat den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd und andere Regimegegner zum Tode verurteilt. Jetzt leitet Salawati die Prozesse gegen zwei Journalistinnen. Sie hatten im September über Mahsa Amini berichtet, deren Tod in der Gewalt der Religionspolizei die bisher schwersten Proteste gegen die Islamische Republik auslöste. Das Regime will sich nun an den beiden Reporterinnen Niloofer Hamedi und Elaheh Mohammadi rächen. Ihnen droht die Todesstrafe.

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