In der Sozialpolitik verliert die CDU ihre Glaubwürdigkeit
Politik
Bei den Armen sparen, im eigenen Milieu aber klotzen: In Sachen Elterngeld geht es der Jungen Union ums nackte Eigeninteresse.
Bundesbildungsministerin Karin Prien hatte sich auf dem CDU-Bundesparteitag gegen den Antrag zum Elterngeld ausgesprochen.
(Foto: IMAGO/Bernd Elmenthaler)
Die CDU hat sich auf dem Bundesparteitag eine Blöße gegeben, die ihre Glaubwürdigkeit in der Sozialpolitik im Kern trifft. Angetrieben von der Jungen Union beschloss die Partei, die Höchstgrenze für den Bezug von Elterngeld wieder auf Einkommen in Höhe bis 200 000 Euro im Jahr anzuheben. Diese Transferleistung erhalten Eltern für die Betreuung eines Kindes gewissermaßen als Lohnersatzleistung für zwölf respektive 14 Monate. Die Ampel hatte die Einkommensobergrenze gesenkt. Ursprünglich lag sie bei 300 000 Euro, dann waren es 200 000 Euro, seit April 2025 sind es 175 000 Euro. Im vergangenen Jahr fielen dafür 7,4 Milliarden Euro an.
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