Frust, Freude und viele Fragen unter Deutsch-Türken

Politik

Der Zuspruch für Präsident Erdogan bei der Wählerschaft in Deutschland war enorm. Das bedeutet aber keinesfalls, dass die Mehrheit der Türkeistämmigen hinter ihm steht. Wächst nun die Spaltung?

Der TDG-Vorsitzende Gökay Sofuoglu nimmt "keine große Auseinandersetzung oder Unruhe" wahr.

Der TDG-Vorsitzende Gökay Sofuoglu nimmt "keine große Auseinandersetzung oder Unruhe" wahr.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Düsseldorf/Berlin - Serkan Sayin lebt in Westfalen, weit entfernt von der Türkei - und doch geht ihm das Wahlergebnis sehr nahe. Der 51-Jährige ist enttäuscht, ratlos, versteht vor allem den erneut hohen Zuspruch für Präsident Recep Tayyip Erdogan unter den Auslandstürken nicht. In Deutschland holte der Amtsinhaber 67 Prozent - insgesamt kam er bei der Stichwahl auf 52 Prozent. "Ich begreife das nicht. Die Menschen, die hier frei in einer Demokratie leben, zwingen die Menschen in der Türkei, unter einer Autokratie zu leiden", sagt Sayin aus Ahlen. Allerdings bedeuten die 67 Prozent der Wählerstimmen keinesfalls, dass bundesweit zwei Drittel aller Türkeistämmigen hinter Erdogan stehen.

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