Ernüchterndes Zwischenfazit! Wenn die Ziele nicht mehr zu erreichen sind
Politik
Vor vier Jahren gab es bei der Weltnaturschutzkonferenz einen wichtigen Durchbruch; die Welt einigte sich auf ehrgeizige Ziele zum Naturschutz. Was ist davon geblieben?
Gefährdete Schönheit: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Land- und Meeresfläche unter wirksamen Schutz kommen. Doch das zu schaffen, wird schwer.
(Foto: Oliver Berg/dpa)
Um drei Uhr morgens brach Jubel aus. Eben noch hatten einige Delegierte gegen den Schlaf gekämpft. Jetzt sprangen sie von ihren Stühlen auf und applaudierten laut. Fast vier Jahre liegt dieser Moment zurück. Damals einigte sich die Weltgemeinschaft in Montreal auf den sogenannten Globalen Biodiversitätsrahmen. Es ist die bisher weitreichendste Einigung zum Schutz der Natur. Das Abkommen hält verschiedene Vorhaben fest, darunter das bekannte 30x30-Ziel: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter wirksamem Schutz stehen. In solchen Gebieten sollen Pflanzen und Tieren weitgehend ungestört leben können. Was zum Beispiel bedeutet: keine gerodeten Wälder, keinen trocken gelegten Moore, keine aufgebaggerten Böden – und das fast auf einem Drittel der Erdoberfläche.
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