Droht Australien ein Kriegsverbrecherprozess?
Politik
Der ehemalige Elitesoldat Ben Roberts-Smith steht im Verdacht, in Afghanistan Gefangene getötet zu haben. Er bestreitet die Anschuldigungen.
Ben Roberts-Smith ist Träger des Victoria-Kreuzes, der höchsten Tapferkeitsauszeichnung des Commonwealth.
(Foto: AFP/AFP/Saees Khan)
Am Dienstagmorgen wurde Ben Roberts-Smith am Flughafen Sydney in Handschellen abgeführt. 17 Jahre zuvor soll er, an einem Ostersonntag im südlichen Afghanistan, einen gefangenen Mann mit einer Beinprothese mit mindestens zehn Schüssen in den Rücken getötet haben. Die Prothese soll er anschließend als Trophäe behalten – und daraus mit Kameraden Bier getrunken haben. Roberts-Smith bestreitet diese und alle weiteren Vorwürfe. Strafrechtlich gilt der 47-Jährige als unschuldig – bis ein Gericht etwas anderes entscheidet. Roberts-Smith ist Träger des Victoria-Kreuzes, der höchsten Tapferkeitsauszeichnung des Commonwealth. Sein Foto mit Queen Elizabeth II. ging um die Welt. Seine Uniform hängt im australischen Kriegsmuseum in Canberra. 2013 wurde er zum „Vater des Jahres“ gekürt. Und nun steht er vor der möglicherweise bedeutendsten Kriegsverbrecherverfolgung in der Geschichte Australiens.
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