Theater tanzt auf des Messers Schneide

Pforzheim

Antisemitismus ist tief verwurzelt im christlichen Abendland. „Nachtland“ legt den Finger in die Wunde.

Keine leichte Kost: Szene aus „Nachtland“ im Podium. Foto: Theater PF/Jochen Klenk

Keine leichte Kost: Szene aus „Nachtland“ im Podium. Foto: Theater PF/Jochen Klenk

Pforzheim. Das vielleicht Schockierendste an diesem Theaterabend ist die Erkenntnis, wie tief der Antisemitismus in der abendländischen Kultur verwurzelt ist. Robert Schumann, Oscar Wilde, selbst Goethe und zahlreiche weitere Namen werden genannt. Am Freitag feierte das Pforzheimer Theater im Podium die ausverkaufte Premiere „Nachtland“ von Marius von Mayenburg. Das 2022 uraufgeführte Stück thematisiert den beklemmenden Umgang mit dem finsteren Erbe des Nationalsozialismus.

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