Grenzgänge, Glücksgefühle und Tragödien

Pforzheim

Der berühmte Bergsteiger Hans Kammerlander erzählt im „Turm-Quartier“ von seinen Erlebnissen.

Ein starkes Gespann: Kammerlander und Messner. Fotos: Bastian

Ein starkes Gespann: Kammerlander und Messner. Fotos: Bastian

Pforzheim. Verrückte Ideen hatte Hans Kammerlander viele – nur eine davon: innerhalb von 24 Stunden alle vier Grate des Matterhorns hinauf- und wieder hinunterzusteigen. Jahre später entdeckt er in einem Hüttenbuch seinen früheren Eintrag wieder. Lapidar hatte er dort festgehalten, was er zusammen mit Freunden gerade hinter sich gebracht hatte. Der Kommentar eines anderen Bergsteigers darunter: „Ohne Hirn ist leicht marschier’n!“ Kammerlander muss lachen, als er davon erzählt. Nach zwei Stunden mit ihm im voll besetzten Forum des Pforzheimer „Turm-Quartiers“ weiß man jedoch: Leichtsinn allein erklärt diesen Mann nicht. Da sind Leidenschaft, eiserne Disziplin und eine außergewöhnliche körperliche Begabung – aber auch die Erfahrung, dass der Berg manchmal stärker ist.

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