Was darf ein Opfer fühlen?

Panorama

Sie wirke viel zu stark, gar nicht traumatisiert: Weil Gisèle Pelicot offenbar die Erwartungen an ein Gewaltopfer nicht erfüllt, wird ihre Glaubwürdigkeit angezweifelt. Das ist fatal.

Gisèle Pelicot ist für viele Frauen zum Vorbild geworden.

Gisèle Pelicot ist für viele Frauen zum Vorbild geworden.

(Foto: AFP)

Mindestens 200 Mal vom eigenen Ehemann betäubt und dann von insgesamt 50 Männern vergewaltigt – es ist ein monströses Verbrechen, das die Französin Gisèle Pelicot erlitten hat. Zum Bericht über ihre Memoiren schrieb uns ein Leser: „Eine Person, die behauptet, jahrelang nicht gemerkt zu haben, dass sie immer wieder bewusstlos war? Mit allem gebührenden Respekt und menschlichem Mitgefühl, das sollte näher erklärt werden.“ Und eine Leserin meint: „Eine Frau, die (angeblich) das erlebt hat, was sie schildert und was der Gerichtsprozess zu Tage gefördert hat, kann sich nie mehr einem Mann anvertrauen. Sie aber hat bereits einen neuen Partner und wirkt nicht traumatisiert, sondern immer gut gelaunt und adrett zurechtgemacht.“

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