"Tatort" aus Wien: Ein Kammerspiel um Wut und Frust

Panorama

Sie sind gestrandet - schon in jungen Jahren. Die Bewohner einer Sozialeinrichtung in Wien kennen vor allem Zurückweisung und Enttäuschung. Kann das ein Motiv für einen Mord sein?

Krassnitzer und Neuhauser spielen in ihrem vorletzten Fall äußerst überzeugend ein Ermittler-Duo voller Weisheit und Empathie.

Krassnitzer und Neuhauser spielen in ihrem vorletzten Fall äußerst überzeugend ein Ermittler-Duo voller Weisheit und Empathie.

(Foto: Katharina Mückstein/ARD Degeto/dpa)

Wien - Sie sind zu Hause, wo niemand wohnen will: im schäbigen Gebäude einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft mit dem fast zynischen Namen "Sonnenhof" am Rand von Wien. Für die 14- bis 18-jährigen "Klienten", wie sie genannt werden, ist das Areal zwar eine Zuflucht, aber auch ein Signal, wie sehr abgeschoben sie sind, wie weit weg von der Gesellschaft, wie fern der Hoffnung auf ein gelingendes Leben. Es herrscht eine oft beklemmende Atmosphäre. Tränen, Wutausbrüche, Hass - das Regulieren von Emotionen funktioniert einfach nicht. Und dann ist plötzlich auch noch der Leiter der Wohngruppe tot.

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