„Maschendrahtzaun“: Regina Zindler laut Medienbericht an Krebs gestorben

Panorama

Ende der 90er-Jahre wurde Regina Zindler durch von den Stefan Raab produzierten Hit „Maschendrahtzaun“ berühmt. Nun ist die Sächsin im Alter von 78 Jahren gestorben.

Regina Zindler wurde in den 90er Jahren berühmt. (Archivbild)

Regina Zindler wurde in den 90er Jahren berühmt. (Archivbild)

(Foto: dpa/Thomas Kretschel)

Von red/AFP

Die 1999 mit Stefan Raabs Nummer-eins-Hit „Maschendrahtzaun“ bekannt gewordene Sächsin Regina Zindler ist einem Medienbericht zufolge tot. Zindler sei bereits am 5. Mai in Zwickau gestorben und dort inzwischen auf dem Hauptfriedhof beigesetzt worden, berichtete die „Bild“-Zeitung am Mittwoch. Ihr Ehemann sagte der Zeitung, die 78-Jährige sei an Krebs erkrankt gewesen.

Raab hatte im Herbst 1999 nach einem Auftritt Zindlers in der Sat.1-Sendung „Richterin Barbara Salesch“ aus Äußerungen der Sächsin ein Countrylied gemacht. Zindler hatte in der Realitysendung im sächsischen Dialekt von einem Streit mit ihrem Nachbarn berichtet, dessen Knallerbsenstrauch ihren Maschendrahtzaun beschädige. Die zwei Wörter „Maschendrahtzaun“ und „Knallerbsenstrauch“ spielte Raab in dem Lied ein, das er zusammen mit der Countryband Truck Stop produzierte.

Kehrseite des Ruhms

Das Lied „Maschendrahtzaun“ ist bis heute Raabs einziger Nummer-eins-Hit, es stand sieben Wochen an der Spitze der deutschen Charts und war auch in Österreich und der Schweiz ein Erfolg. Zindler hatte der Nutzung der Zitate zugestimmt und erhielt Medienberichten zufolge zehn Pfennig - 5,1 Cent - pro verkaufter Single. Das Lied soll sich etwa eine Million Mal verkauft haben.

Der Erfolg hatte für Zindler allerdings eine erhebliche Kehrseite: Zahlreiche Schaulustige fuhren zu ihrem Grundstück, es kam zu Partys, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Zindler zog zunächst entnervt weg - erst später machte sie ihren Frieden mit dem Hype. „Auf den Herrn Raab bin ich nicht mehr böse - der hat ja nur sein Lied gemacht, ich habe damals mein Einverständnis gegeben“, sagte sie der „Bild am Sonntag“ 2014.