Letzte Spuren - vom Alltag einer Tatortreinigerin

Panorama

Bernadeta Lotze beseitigt Blutspuren, Verwesungsrückstände und Müll. Doch was sie bei ihren Einsätzen in fremden Wohnungen besonders beschäftigt, ist etwas anderes: die Einsamkeit vieler Menschen.

Lotze hat sich vor zwölf Jahren selbstständig gemacht.

Lotze hat sich vor zwölf Jahren selbstständig gemacht.

(Foto: Jacob Schröter/dpa)

Zella-Mehlis - Schweigend und mit geübten Handgriffen ziehen sich Bernadeta Lotze und ihr Team die Schutzanzüge und Masken über, bevor sie nacheinander die enge Treppe hinaufsteigen. Im Dachgeschoss des Hauses im Thüringer Wald bahnen sich die vier ihren Weg über Berge aus Verpackungen, verdorbenen Lebensmitteln und Unrat. Routiniert stopfen sie den Müll in große blaue Säcke. In der Luft hängt ein süßlicher Geruch nach Verdorbenem, der selbst durch die Masken wahrnehmbar ist. Auf dem Boden liegen teils verpuppte Maden. "Wir wissen nie, womit wir es zu tun haben", sagt Lotze.

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