Karte zeigt die aktuelle Prognose

Panorama

Wann fällt der erste Schnee in Deutschland? Mit den sinkenden Temperaturen im November wächst die Hoffnung auf die ersten Schneeflocken.

Kommt bald der erste Schnee?

Kommt bald der erste Schnee?

(Foto: David Young/dpa)

Von Lukas Böhl

Der November hat begonnen und in Deutschland wird es zunehmend kälter. Vor allem nachts sinken die Temperaturen vielerorts in die Nähe des Gefrierpunkts, regional ist bereits Frost möglich. Doch für einen richtigen Wintereinbruch reicht das noch nicht aus.

Nach der aktuellen Zehn-Tage-Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bleibt das Wetter zunächst überwiegend ruhig und trocken. Größere Schneefälle im deutschen Flachland sind vorerst nicht in Sicht.

Allerdings zeigen einzelne Wettermodelle für die Zeit ab dem 10. November mögliche Kaltluftvorstöße. Ob diese tatsächlich Schnee bringen, ist noch offen. Wer die weitere Entwicklung verfolgen möchte, kann dafür eine interaktive Wetterkarte nutzen.

Diese Wetterkarte zeigt, wo Schnee fallen könnte

So finden Sie heraus, wann es bei Ihnen schneien könnte

Auf der Karte lässt sich zunächst der gewünschte Kartenausschnitt auswählen. Anschließend können Nutzer im Menü die Ebene „Niederschlagsart“ aktivieren.

Mit dem Zeitregler am unteren Kartenrand lässt sich die Vorhersage für die kommenden Stunden und Tage durchlaufen. Wer wissen möchte, wann am eigenen Wohnort Schnee möglich ist, kann gezielt in die entsprechende Region hineinzoomen.

Die Karte bietet außerdem die Ebenen „Neuschnee“ und „Schneedecke“. Damit lässt sich nicht nur möglicher Schneefall verfolgen, sondern auch die berechnete Entwicklung der Schneemengen.

Die Prognosen beruhen auf Wettermodellen. Je weiter der angezeigte Zeitpunkt in der Zukunft liegt, desto größer wird die Unsicherheit. Auch ein auf der Karte dargestelltes Schneefallgebiet bedeutet deshalb nicht, dass dort tatsächlich Schnee fallen wird.

Wann kommt der erste Schnee nach Deutschland?

Für die ersten Novembertage zeichnet sich noch kein flächendeckender Wintereinbruch ab. Der DWD erwartet überwiegend ruhiges Herbstwetter mit Nebel, zeitweiligem Sonnenschein und regionalem Nachtfrost.

Spannender könnte die Entwicklung ab der zweiten Novemberwoche werden. Einzelne Berechnungen des europäischen ECMWF-Modells und des amerikanischen GFS-Modells zeigen mögliche Vorstöße kalter Luft nach Mitteleuropa.

Dabei könnten die Temperaturen so weit sinken, dass bei entsprechenden Niederschlägen auch in tieferen Lagen Schnee möglich wäre. Allerdings unterscheiden sich die Modellberechnungen noch deutlich. Ein konkreter Termin für den ersten Schnee lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten.

Die längerfristigen ECMWF-Berechnungen deuten außerdem für Ende November auf eine mögliche Abkühlung in Teilen Europas hin. Ob Deutschland davon betroffen sein wird und ob tatsächlich Schnee fällt, bleibt abzuwarten.

Wo sind die Chancen auf den ersten Schnee besonders groß?

Am wahrscheinlichsten ist früher Schneefall in den höheren Lagen der Alpen und der Mittelgebirge. Dazu gehören beispielsweise der Schwarzwald, der Bayerische Wald, das Erzgebirge und der Harz.

Auch in tieferen Regionen können bei passenden Wetterlagen bereits im November Schneeflocken fallen. Damit sich eine geschlossene Schneedecke bildet, müssen allerdings Temperaturen und Niederschlag zusammenpassen.