Frankreichs Gefängnispersonal schlägt Alarm

Panorama

Drogen, Ratten, Handys: Vollzugsbeamte in Frankreich sperren die Zugänge zu den Haftanstalten. So protestieren sie gegen die skandalösen Zustände.

Miese Arbeitsbedingungen: Ein Gefängnisbeamter schließt eine Gittertür im Gefängnis von Saint-Martin-de-Re.

Miese Arbeitsbedingungen: Ein Gefängnisbeamter schließt eine Gittertür im Gefängnis von Saint-Martin-de-Re.

(Foto: imago images/Andia/Leoty)

Wenn jemand Bescheid weiß über die Haftbedingungen in den französischen Gefängnissen, dann natürlich die Aufseherinnen und Aufseher. Am vergangenen Montag sind hunderte dem Aufruf ihrer Gewerkschaft Ufap-Unsa gefolgt und haben den Zugang zur etwa der Hälfte der Anstalten blockiert. Betroffen waren die berüchtigte Anstalt Les Baumettes in Marseille oder Fleury-Mérogis, das größte Gefängnis Europas mit 4500 Insassen im Südosten von Paris. Wärter sperren seither die Zufahrten, stecken Holzpaletten in Brand oder hängen Spruchbänder mit der Inschrift „Ausgebucht“ an die schweren Metalltore.

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