Prozess um weggesperrtes Kind: "böswillige Vernachlässigung"
Panorama
Eine Achtjährige wird nach langer Isolation mit schweren Störungen aus einem Haus in NRW befreit. Ihre Mutter sitzt auf der Anklagebank in Siegen. Drastische Details werden nun im Gericht bekannt.
Die 80 Jahre alte Großmutter ist wegen Beihilfe angeklagt, ebenso der Großvater (83) des Kindes. (Archivbild)
(Foto: Bernd Thissen/dpa)
Siegen - Sie ging nur auf Zehenspitzen, hatte Gleichgewichtsstörungen. Treppensteigen fiel dem Mädchen schwer, es war stark verängstigt: Als die Achtjährige am 23. September 2022 von Polizei und Jugendamt aus einem Haus in Attendorn im Sauerland befreit wurde, litt sie laut späterer Diagnose von Medizinern unter psychischen, körperlichen und sozial-emotionalen Störungen. In Attendorn soll die Mutter ihr Kind seit dem 15. Juli 2015 - mehr als sieben Jahre lang - versteckt und komplett isoliert haben. Im Haus der Großeltern, die das Treiben ihrer Tochter laut Anklage aktiv unterstützten.
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