Ötisheim steuert auf Sicht durch die Krise

Ötisheim

Gemeinderat gibt grünes Licht für den Haushalt 2021. Auf der Einnahmenseite fehlen 1,1 Millionen Euro. Gemeinde zehrt von guten Rücklagen und bleibt grundsätzlich auf Kurs. Bürgermeister Henle befürchtet aber einen weiterhin engen Handlungsspielraum.

Bürgermeister Werner Henle hält den Haushalt falsch herum – schließlich stellt die Coronakrise alle Planungen auf den Kopf. Foto: Fotomoment

Bürgermeister Werner Henle hält den Haushalt falsch herum – schließlich stellt die Coronakrise alle Planungen auf den Kopf. Foto: Fotomoment

Ötisheim. Der Ötisheimer Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig grünes Licht für den Haushalt 2021 gegeben – ohne lange Reden und Diskussionen. Aber auch so dürfte allen klar sein, dass die Coronakrise ein tiefes Loch in die Finanzen der schuldenfreien Gemeinde reißt, die wenigstens noch einen gut gefüllten Sparstrumpf hat. Der leert sich aber zusehends. Betrug die Liquidität Ende 2017 noch fast zehn Millionen Euro, dürfte sie Ende des Jahres 2020 noch bei 4,5 Millionen Euro liegen, was unter anderem auch dem 6,5 Millionen teuren Neubau der Sporthalle geschuldet sein dürfte, den Ötisheim aus eigener Kraft und ohne Kredite finanziert hat. Weitere 3,3 Millionen Euro will Ötisheim laut Plan im kommenden Jahr aus liquiden Mitteln abschöpfen, um das nötige Investitionsprogramm zu stemmen und die laufenden Kosten zu decken. Ende 2022 könnten die Rücklagen ganz aufgebraucht sein, so dass Ötisheim im Jahr darauf erstmals seit 20 Jahren unter Umständen einen Kredit aufnehmen müsste und das Siegel „schuldenfreie Gemeinde“ verlieren könnte.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen