Bio-Hofbesitzer sammeln für Verkaufsfahrzeug

Ötisheim

Ziel sei die überregionale Vermarktung von Bio-Lebensmitteln.

Ein Verkaufswagen soll die regionalen Erzeugnisse der Binders überregional erlebbar machen. Foto: privat

Ein Verkaufswagen soll die regionalen Erzeugnisse der Binders überregional erlebbar machen. Foto: privat

Ötisheim (pm/sw). Die Bio-Musterregion Ludwigsburg-Stuttgart ruft ab April 2021 ein neues Projekt ins Leben: Auf dem Stuttgarter Bio-Wochenmarkt sollen, so der Plan, zukünftig alle 14 Tage regionale Aussteller ihre Waren anbieten. Auch die beiden Ötisheimer Hühnerhofbesitzer Andrea und Michael Binder, die zwei mobile Ställe besitzen, wollen sich daran beteiligen. Noch fehlt dafür aber etwas Grundlegendes: ein eigener Verkaufswagen.

Damit die hofeigenen Erzeugnisse – darunter Eier, Kräutertees, Geflügel und Lammfleisch – in Zukunft auch außerhalb der Region vermarktet werden können, hofft das Ehepaar auf die Unterstützung interessierter Freiwilliger durch eine Crowdfunding-Aktion, was bedeutet, dass die Finanzierung durch hilfsbereite Spender gelingen soll.

„Wir benötigen ein Verkaufsfahrzeug, das über eine Kühltheke verfügt“, so Familie Binder, die zum ersten Mal ein derartiges Projekt ins Leben ruft. Von den insgesamt 20000 Euro, die ein gebrauchter Wagen koste, hoffen sie, Spenden in Höhe von 14500 Euro sammeln zu können. Den Rest wollen die Hofbesitzer selbst finanzieren. Das Ziel: „Bio-Lebensmittel in die Stadt zu bringen und Menschen für eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu gewinnen und zu begeistern.“ Auch Märkte in der Umgebung sollen dann angesteuert werden, damit auch die Bio-Musterregion Enzkreis davon profitieren könne. „Mit dem Verkaufsfahrzeug können wir flexibler reagieren und die Betriebsabläufe verkürzen“, erklären Andrea und Michael Binder die Vorteile. Dafür erhoffen sie sich mehr Präsenz auf regionalen Märkten, zum Beispiel dem Genussmarkt in Diefenbach, den neu ins Leben gerufenen Abendmarkt in Ispringen oder auch dem eigenen Hofverkauf in Ötisheim.

Crowdfunding gelte, so der Eindruck der Binders, bisher eher als Variante für die Finanzierung von Nischenprojekten; dazu gehörten unterstützenswerte Kultur-, Sport- und nachhaltige Projekte. Aus diesem Grund haben sich die beiden für diese Form der Finanzierung entschieden. Entsprechend dem Gedanken klassischen Crowdfundings sollen auch die Unterstützer dieses Projektes als Dankeschön den gespendeten Betrag in Form eine Prämie erhalten. Wer weitere Informationen benötigt oder sich beteiligen möchte, findet mehr Informationen auf der Webseite https://www.bw-crowd.de/nachhaltige-landwirtschaft.

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