Ausstellung zeigt: Waldenser belebten heimische Kultur
Ötisheim
Präsentation im Henri-Arnaud-Haus in Schönenberg beleuchtet die „importierten“ Pflanzen und die Esskultur der Glaubensflüchtlinge.
Heide Boger (v.li.), Albert de Lange und Marc Steeger-Ballbach freuen sich über die neue Ausstellung. Foto: Volz
Ötisheim-Schönenberg. Als Ende des 17. Jahrhunderts die Hugenotten und Waldenser aus Glaubensgründen ihre Heimatregionen in Frankreich, Italien und der Schweiz verlassen mussten, nahmen deutsche Landesherren die Flüchtlinge gerne auf. In Folge des Dreißigjährigen Krieges und mehrerer Pestepidemien waren weite Landstriche entvölkert, die Felder lagen brach. Die Neuankömmlinge brachten vor diesem düsteren Hintergrund nicht nur neues Leben in verlassene Gebiete, sie „importierten“ auch ihren Glauben, ihre Pflanzen, ihr Wissen um den Acker- und Gartenbau sowie ihre kulturellen Gebräuche. Die neue Wanderausstellung „Wurzeln schlagen. Menschen und Pflanzen im Exil“ des Vereins „Hugenotten- und Waldenserpfad“ beleuchtet diese Aspekte im Waldensermuseum im Henri-Arnaud-Haus in Schönenberg. Die Schau wurde am vergangenen Sonntag eröffnet und ist bis zum Jahresende immer sonntags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr zu sehen.
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