Generationenwechsel im Lockdown vollzogen

Ölbronn-Dürrn

Nächste Generation übernimmt Weinstube „Zum Roßstall“.

Stoßen auf eine gute Zukunft des Roßstalls unter der dritten Generation an: Dominik, Simone, Manfred und Andrea Golderer.Friedrich

Stoßen auf eine gute Zukunft des Roßstalls unter der dritten Generation an: Dominik, Simone, Manfred und Andrea Golderer.Friedrich

Ölbronn-Dürrn (sf). Zum Jahreswechsel hat in der Weinstube „Zum Roßstall“ in Ölbronn ein Generationenwechsel stattgefunden. Wann die Weinstube wieder geöffnet werden kann, lässt sich derzeit allerdings noch nicht sagen. Die Familie hofft auf einen Neustart im April.

Dass Manfred und Andrea Golderer den beliebten Treffpunkt für Einheimische und Auswärtige mit angegliedertem Weinbau an ihren Sohn Dominik und seine Familie zu diesem Zeitpunkt weitergeben werden, das haben sie schon frühzeitig entschieden. „Wir sind in Rente gegangen und sehen es so, dass die beiden es gut weiterführen können“, betont Manfred Golderer gegenüber unserer Zeitung. Nicht alleine, dass Sohn Dominik gelernter Winzer ist: „Sie machen seit ein paar Jahren richtig mit, haben Verantwortung, und das Geschäft läuft gut.“ Insofern übergeben die beiden Seniorchefs die Weinstube mit gutem Gefühl an den Nachwuchs, der diese dann in dritter Generation betreuen wird.

Dass Corona den Wechsel beinträchtigen wird, das war freilich nicht geplant gewesen. Im Februar wollte Dominik Golderer bereits die erste von mehreren Wochen einläuten, an denen die Weinstube geöffnet ist. Bis in den Oktober hinein wird das jeweils einmal im Monat von mittwochs bis sonntags der Fall sein. Daraus wird vorerst aber nichts. Wie lange der Lockdown sich noch hinzieht, ist nicht abschätzbar. Vor wirtschaftliche Probleme stellt das die Gastgeber jedoch nicht, denn für sie fallen kam Fixkosten an. So braucht es lediglich ein wenig Geduld, bis die treuen Gäste den neuen Chef erleben können.

Dominik Golderer will dabei erst mal an Bewährtes anknüpfen: „Warum soll man etwas ändern an einem Konzept, das erfolgreich gelaufen ist?“ Erst nach und nach will er auch neue Ideen entwickeln: etwa andere Essen. Mit der Zeit gehen eben. „Aber der Grundstock, der wird bleiben“, versichert er.

Auch die Eltern wird man weiterhin in der Weinstube sehen. Sie werden ihn und seine Familie unterstützen. „Wir brauchen sie schon noch ein bissele“, verrät Dominik. Der Vater hat die Erfahrung und wird auch noch die Gäste betreuen. „Das kann man nicht von jetzt auf nachher fallenlassen“, stellt Manfred Golderer fest.

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