Zwischen Lindenstraße und Hollywood
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Wiernsheim-Pinache. Erst am 23. Dezember kam Baral direkt von Synchronisations-Tonaufnahmen in Berlin nach Hause. Am familiären Weihnachtsfest im heimischen Pinache rüttelt er keinesfalls. Auch diesmal feierte er gemeinsam mit seinen drei älteren Geschwistern und der Mutter. „Ich freue mich jedes Jahr auf das feine Essen von meiner Mama und das Zusammensein mit der Familie“, sagt der 30-jährige Schauspieler. Auch eine Skat-Runde mit den Brüdern dürfe nicht fehlen. Nur verlieren will der Jüngste keinesfalls, auch wenn er berichtet: „Im Vergleich zu früher bin ich wesentlich gelassener geworden.“
Vielgefragter Mime: Michael Baral beherrscht fast alle Rollen –vom bösen Schurken bis zum netten Jungen von nebenan. Foto: privat
Eine Woche bleibt er in Pinache, bevor es zur Silvester-Party wieder nach Berlin geht. „Es tut gut, einfach mal Zeit zusammen zu verbringen, ohne Angst zu haben, etwas zu verpassen“, genießt Baral die ruhige Zeit zwischen den Jahren. Denn als Selbstständiger müsse er den Markt stets im Auge behalten.Zu Hause ist Baral immer noch „der Kleine“Baral kehrt nicht nur an Weihnachten heim. Alle sechs bis acht Wochen stattet er der Familie einen Besuch ab. Und natürlich sind nicht nur die Pinacher sehr interessiert daran, was aus ihm geworden ist. Auch vor einem Klassentreffen hätten sich die ehemaligen Mitschüler gefragt, ob er immer noch der Alte sei, erzählt Baral, der sich über die positiven Antworten auf diese Frage sehr freut. Trotz der Erfolge als Schauspieler und Synchronsprecher hat er nie die Bodenhaftung verloren und wechselt bei Besuchen in der Heimat schnell wieder in den hiesigen Dialekt. Und zu Hause sei er weiterhin „der Kleine“, berichtet Baral mit einem Schmunzeln. Auch wenn seine Mutter stolz sei auf ihren Sohn. Und der Vater habe sich ebenfalls über seinen Erfolg gefreut, auch wenn er es nicht immer gezeigt habe. Baral erzählt jedoch gerührt: „Kurz vor seinem Tod im vergangenen Jahr hat er sich ganz intensiv mit mir über meine neueste Produktion unterhalten. Das bleibt mir sicher im Gedächtnis.“
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