„Zeitalter der Solidarität“ gefordert

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Demonstranten: Nach Corona stehe ein Neuaufbruch an – Gedenkveranstaltungen in Pforzheim anlässlich des Tages der Befreiung

Treffen auf der Pforzheimer Bahnhofstraße zu einem gemeinsamen Gedenken. Foto: Friedrich

Treffen auf der Pforzheimer Bahnhofstraße zu einem gemeinsamen Gedenken. Foto: Friedrich

Pforzheim. Auch wenn an diesem 8. Mai 2020, 75 Jahre nach der Befreiung, alles im Zeichen des „Corona-Schocks“ stehe, so Gerhard Baral vom Bündnis „Pforzheim nazifrei“, sei das Gedenken an die damalige Zeit vielleicht wichtiger denn je. „Vor 75 Jahren waren die Menschen rund um den Globus glücklich, dass der Krieg nach nahezu sechs Jahren beendet war“, betonte Baral in seiner Ansprache und verwies auf die über 70 Millionen Menschen, die diesem Krieg zum Opfer gefallen sind. Dass es heute wieder Menschen gebe, die „Heil Hitler“ rufend durch die Städte laufen, und „dass Menschen vergessen, was Menschen anderen angetan hatten und heute wieder antun“: Das, so Baral, konnte sein 2017 im Alter von 99 Jahren verstorbener Onkel nie verstehen. Mehr denn je sei die Gesellschaft aufgerufen, „wachsam zu sein, dass Menschenverachtung, Intoleranz gegenüber unseren Mitmenschen nicht in deren Alltag einzieht“, forderte Baral. Den Anfängen wehren und denjenigen entgegentreten, „die unsere freiheitliche, demokratische Grundordnung und unsere Verfassung mit Füßen treten“, darum gehe es – „auch in diesen Corona-Zeiten.“

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