Wohnungsknappheit selbst gemacht
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Zu „Was die Stuttgarter an ihrer Stadt stört“ vom 24.August:
Wenn nun in Stuttgart das „mangelnde Wohnungsangebot“ als Manko empfunden wird und den geringsten Wert in zwölf Bürgerumfragen erhielt, ist das kein Wunder und klingt wie Hohn, wenn die Stadt selbst – aus Bequemlichkeit? – die Schaffung von Wohnraum verhindert. Welches in 53 Fliegerangriffen beschädigte Haus hat wohl heute ein Notdach? Ein unter Denkmalschutz gestellter Altbau, der bis zum dritten Stock heruntergebrannt war. Die Eigentümer wollen nun dem Gebäude wieder sein „original Stuttgarter Dach“ geben, was ja im Sinne des Denkmalschutzes sein müsste, aber von 17 Nachbarn, die zu dem Bauvorhaben befragt werden mussten, stimmten 16 zu und eine in einem Haus auf der abgewandten Seite wohnende Frau verweigerte die Zustimmung, ohne einen ernstzunehmenden Grund zu nennen. Kein Nachbar hat durch das neue Dach die geringste Lichteinbuße. Aber ein Widerspruch genügt dem Bauamt, das Vorhaben abzulehnen und dadurch auch den Ausbau zu Wohnraum seit Jahren zu verhindern. Es fehlen einem die Worte.
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