Wohnmobilisten entdecken Mühlacker

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Stellplatz am Mayerhof am Rand der Streuobstwiesen bei der Burgruine Löffelstelz kommt gut an. Besonderer Reiseführer wirbt für Plätze bei regionalen Erzeugern abseits des touristischen Mainstreams und gibt wertvolle Anregungen.

Mühlacker. Auf ungefähr Garagengröße ist das Rechteck am Rand der Streuobstwiese bei der Burgruine Löffelstelz in das hohe Gras gemäht. Was es damit auf sich hat, erfährt der neugierige Spaziergänger beim Blick auf ein schlichtes, kleines Hinweisschild, das unter einem schattenspendenden Obstbaum am Stamm lehnt. „Landvergnügen. Schöner steht man selten“, ist dort in schwarzen Lettern auf weißem Grund zu lesen. Womit? Auch das erklärt das Schild, auf dem ebenfalls ein stilisiertes Wohnmobil, auf dessen Dach ein Hahn sitzt, zu sehen ist. Und bei der nächsten Spazierrunde um die Burg steht dort auch schon Lotte im Gras. So haben Constanze und Lothar Poguntke ihr Wohnmobil getauft. Die beiden sind aus Weilheim in Oberbayern nach Mühlacker gekommen.

Wohnmobilisten entdecken Mühlacker

Constanze und Lothar Poguntke aus Weilheim in Oberbayern steuern mit ihrem Wohnmobil die schönsten Stellplätze an – etwa den am Mayerhof in Mühlacker, der in einem ganz besonderen Reiseführer gelistet ist. Foto: Recken

Die Nacht zuvor haben sie auf dem Spargel- und Melonenhof Gieser in Oftersheim genächtigt. Am Tag darauf soll es zum Schlafen zu einer Hofkäserei auf die Schwäbische Alb gehen. Heute verbringen sie die Nacht auf der Streuobstwiese, die zum Dürrmenzer Mayerhof gehört. „Wir reisen ausschließlich mit Landvergnügen, weil man damit nette Höfe und Hofläden kennenlernt und viel über landwirtschaftliche Produktion erfährt“, schwärmen die beiden von ihrer Art des Urlaubmachens und holen den dicken Stellplatzführer der besonderen Art aus dem Wohnmobil. Etwas über 800 „liebevoll ausgesuchte Höfe für den Urlaub abseits des touristischen Mainstreams“ sind darin aufgeführt. Verteilt über ganz Deutschland, unterteilt in einzelne Regionen. Jeder Hof mit einer kurzen Beschreibung. Über den Mayerhof heißt es dort, dass auf dem denkmalgeschützten Hof aus dem Jahr 1712 Wein und Secco aus Äpfeln gekeltert werden und der Apfelwinzer einiges über die Produktion und die Kulturlandschaft Streuobstwiesen zu erzählen weiß.

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