„Wir passen alle rein in diese Welt“
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Der interkulturelle und interreligiöse Dialog führt in Mühlacker Vertreter von christlichen und muslimischen Gemeinden zusammen
„Ich liebe dich. Du bist ein Mensch wie ich.“ Der freundliche türkischstämmige Mann lächelt sein Gegenüber an. Freilich gilt seine Aussage der ganzen Gruppe, die im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus beweist, dass zwischen Deutschen und Türken ein ganz anderer Ton vorherrschen kann, als derzeit auf der großen politischen Bühne vorgelebt wird.
Miteinander statt übereinander sprechen: Das beherzigen unter anderen der frühere Mühlacker OB und Initiator des Dialogs Arno Schütterle (li.) und Salih Cantürk (2.v.re.). Foto: Becker
Mühlacker. Spräche man von einem Kind, so stünde es mit seinen 14 Jahren an der Schwelle des Erwachsenwerdens. Hinaus in die Welt – zumindest ins Bewusstsein der Mühlacker Öffentlichkeit – soll sich nach bald anderthalb Jahrzehnten auch der vom früheren Mühlacker Oberbürgermeister Arno Schütterle initiierte und von den christlichen Kirchen in Mühlacker sowie verschiedenen muslimischen Vereinen und der weltlichen Gemeinde gepflegte interkulturelle und interreligiöse Dialog wagen. Bisher fanden die zumeist zweimal im Jahr an wechselnden Orten durchgeführten Treffen auf den Wunsch der Beteiligten hin weitgehend ohne ein Echo nach draußen statt – doch dies soll sich nun ändern: „Wir möchten, dass die Menschen erfahren, dass es diesen Austausch gibt. Er funktioniert, und wir halten daran fest – gegen die tagespolitischen Ereignisse“, sagt die Pfarrerin der Paulus- und Paul-Gerhardt-Gemeinde, Gabriele Goy, und spielt damit auf das Gepolter und die Missstimmungen im Vorfeld des türkischen Verfassungsreferendums an.
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