Werbung in eigener Sache sitzt
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Mühlacker. Ein Donnerstagnachmittag in der Stadt. Durch die Bahnhofstraße müht sich der Verkehr, Passanten steuern aufs nächste Geschäft oder auf die Bushaltestelle am Kino zu. Dort an der Drehscheibe setzen Elena Schwegler und Nathalie Pavan der Hektik des Alltags eine Einladung zum Innehalten und vor allem zum Gespräch gegenüber. Die „orangene Couch“ der Mühlacker Streetworkerinnen will als niederschwelliges Angebot junge Leute ansprechen und als Kommunikationsplattform dienen. Mit Erfolg: Binnen weniger Minuten haben Neugierige das Mobiliar für sich entdeckt und greifen sowohl bei den Gummibärchen als auch beim ausgelegten Informationsmaterial zu.
Elena Schwegler (re.) und Nathalie Pavan wollen mit ihrem ungewöhnlichen Auftritt auf die Mobile Jugendarbeit aufmerksam machen.
„Wir stellen immer wieder fest, dass viele Jugendliche unser Angebot nicht kennen“, erläutert Elena Schwegler, die das Projekt, inspiriert von einem Beispiel aus Offenburg, mit Unterstützung ihrer Kollegin Nathalie Pavan nun nach Mühlacker übertragen möchte, einen der Hintergründe ihres mit dem Mühlacker Ordnungsamt abgestimmten Auftritts an der Drehscheibe. Abseits vom „Beratungssetting“ des Büros könne die farbenfrohe Sitzgruppe als Ansatz für Gespräche mit gefährdeten und benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren dienen, sagt die Sozialpädagogin, die seit 2012 als Teamleiterin im Bereich Mobile Jugendarbeit und Migration tätig ist. Ziel sei, gerade mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen, die bei den regulären Einsätzen der Streetworker nicht erreicht würden. Projekte könnten geplant, Befragungen durchgeführt werden.
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