Wenn plötzlich ein neuer Radweg entsteht

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Der VCD fordert mit einer Aktion in Pforzheim ein Umdenken.

Unterwegs auf dem temporär eingerichteten Radweg in Pforzheim.privat

Unterwegs auf dem temporär eingerichteten Radweg in Pforzheim.privat

Enzkreis/Pforzheim (pm). Um ein Zeichen für die Notwendigkeit gut ausgebauter Fuß- und Radwege in der Krise und darüber hinaus zu setzen, hat der Kreisverband Pforzheim/Enzkreis des ökologischen Verkehrsclubs VCD am Samstag in Pforzheim auf der Luisenstraße einen temporären Radweg angelegt. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Kampagne gemeinsam mit Greenpeace, ADFC und Critical Mass zur Einrichtung von temporären Radwegen, so genannten Pop-Up-Bikelanes, in zahlreichen Städten in ganz Deutschland. VCD-Aktive forderten laut einer Mitteilung, dass endlich mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer geschaffen werden müsse. VCD-Landes- und Kreisvorsitzender Matthias Lieb: „Besonders in der Krise zeigen sich die Probleme, die mit der Gestaltung unserer Städte einhergehen: Sie sind für Autos optimiert, nicht für Menschen. In Pforzheim gibt es fast keine eigenständigen Radwege. Wer durch Corona verstärkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, merkt schnell, dass sich der vorgegebene Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einhalten lässt. Die Wege sind einfach zu schmal, Straßen und Parkplätze nehmen zu viel Platz ein. Mit unserer Aktion wollten wir darauf aufmerksam machen, dass es dringend eine grundlegende Umverteilung der Flächen braucht – und wie schnell sich das umsetzen lässt, wenn man nur will.“

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