Wenn junge Frauen rauben und prügeln ...
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Duo zu 15 Monaten Jugendstrafe verurteilt
Pforzheim/Enzkreis (weg). Zwei sehr unterschiedlich wirkende junge Frauen sitzen auf der Anklagebank vor dem Jugendschöffengericht in Pforzheim unter Vorsitz von Richter Andreas Witulski: die eine feminin, zart und zerbrechlich, die andere eher wie ein wilder Junge. Angeklagt sind sie der gemeinschaftlichen räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung.
Staatsanwältin Melanie Wetzel warf den beiden – zur Tatzeit 18 und 19 Jahre alt – vor, sie hätten am 22. März 2011, gegen 23 Uhr, einen jungen Mann am Pforzheimer Hauptbahnhof durch Drohungen so eingeschüchtert, dass der ihnen seine zuvor gekaufte Flasche Likör übergab. Seinem hinzugekommenen Freund habe eine der beiden mitten ins Gesicht getreten. Wie ihre Freundin war die junge Täterin am fraglichen Abend erheblich betrunken. Ihre Freundin habe nicht mitbekommen, dass sie Handy und Wertsachen von dem gleichaltrigen Opfer verlangt habe, gab die Ältere zu. Um ihn zur Übergabe zu bewegen, habe sie mit drei bis vier Freunden gedroht, die gleich erscheinen und ihn verprügeln würden. Die jüngere der beiden Angeklagten hatte wegen des Alkohol- und Haschischkonsums nur bruchstückhafte Erinnerungen, wusste aber noch, dass sie dem damals 17-jährigen Freund des Bedrängten ins Gesicht getreten hatte. Dieser hatte seinen Freund in misslicher Lage gesehen und war dazwischengegangen. Ein kräftiger Freund der beiden Mädchen nahm ihn darauf in den Schwitzkasten und drückte ihn nach unten. Als er in dieser hilflosen Lage war, trat sie ihm ins Gesicht.
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