Wenn die Hütte brennt
Stuttgart
Der Tag der Arbeit ist diesmal mehr als Protestritual. Verstärkte Verteilungskämpfe deuten sich an.
Stuttgart - Wenn die Krisen- und Reformdebatten alleiniger Maßstab wären, dann müssten die Straßen und Plätze der Republik am 1. Mai dicht gefüllt sein mit protestierenden Menschenmassen. Etliche Errungenschaften der Arbeitnehmer – erworben in langen Jahren des Wohlstandsgewinns – stehen zur Disposition. Doch die Mobilisierungsfähigkeit der Gewerkschaften am Tag der Arbeit ist begrenzt, weil sie in harter Konkurrenz zum Freizeitbedürfnis der Menschen steht, gerade zu Beginn eines langen Wochenendes. Daher ist viel Folklore, aber kein überwältigendes Aufbegehren zu erwarten.
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