Wenn die Ausnahme zur Regel wird

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Schulen und Kindergärten ab Dienstag zu, Kirchenbesuch mit neuen Empfehlungen: In Zeiten von Corona gibt es keine Normalität

Mühlacker/Enzkreis. Die Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten im Land, die laut Kabinettsbeschluss von Dienstag bis zum Ende der Osterferien andauern soll, hätte nach Ansicht der Gymnasiallehrer deutlich früher beschlossen werden müssen. „Das Bewusstsein für den Ernst der Lage ist bei der Landesregierung erst langsam gereift“, sagte Ralf Scholl, der Vorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, der Deutschen Presse-Agentur. „Jetzt ist es aller-, allerhöchste Eisenbahn für einen konsequenten Schnitt.“ Die Mühlacker Schulen erlebten einen von Abstimmungsgesprächen und Warten geprägten Vormittag. Die Entscheidung wurde bekannt, als die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums bereits nach Hause gegangen waren. „Wir haben aber schon am Morgen per Durchsage darüber informiert, dass wir mit einer Schließung rechnen“, sagt Schulleiter Thomas Mühlbayer. Die Schüler seien aufgefordert worden, ihr Lernmaterial komplett mit nach Hause zu nehmen und sich über die Web-Seite des THG über die weitere Entwicklung zu informieren. Mühlbayer zeigt Verständnis für den „sehr weitreichenden“ Entschluss. „Das ist auf jeden Fall sinnvoll, um die Infektion zu verlangsamen.“

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