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Vom Enzkreis nach Estland und zurück in den Enzkreis – einen weiten Bogen geschlagen hat Werner Henle, Vorsitzender der Freien Wähler. Alleine im Sozialbereich gebe der Enzkreis 105 Millionen Euro aus und zusätzliche 53 Millionen Euro für das Personal. „Der Staatshaushalt von Estland, dort leben 1,4 Millionen Menschen, beträgt 130 Millionen Euro“, so Henle. Was ihn angesichts des vergleichsweise hohen Haushaltsvolumens des Enzkreises jedoch beruhige, sei die Tatsache, dass der Kreis 2017 rund 40 Millionen Euro Schulden hatte und dieser Schuldenberg Ende 2020 auf 22,3 Millionen Euro geschmolzen sein soll. „So etwas nennen wir nachhaltig“, lobte Henle. „Der Enzkreis hat seine Aufgaben gemacht und gewaltige Spielräume geschaffen.“ Wobei die Aufgaben zusehends komplexer werden. Erfreulich sei, dass sich im Bereich der Gustav-Heinemann-Schule die „schon immer vorhandene soziale Handschrift unseres Landkreises vielleicht Modellcharakter erlangen wird“. Exemplarisch für weitere Aufgabenbereiche nannte Henle die Kreisstraßen, den ÖPNV und natürlich die Kliniken. Auch das Thema Abfallwirtschaft streifte Henle, der sich dafür aussprach, die Gebühren für die Bürger „so zu erhöhen, wie sie anfallen“. Höhere Kosten für den Landkreis müssten durch höhere Gebühren für die Bürger ausgeglichen werden. (fg)

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