WM-Jubel mit Nachspiel vor Gericht

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BMW-Fahrer soll in Mühlacker aus Wut mit quietschenden Reifen auf Polizisten zugerast sein

Maulbronn/Mühlacker. Hat der Fahrer eines 7er BMW zwei Rettungssanitäter und eine Streifenbesatzung der Polizei vorsätzlich in Gefahr gebracht, indem er sein Fahrzeug mit durchdrehenden Rädern auf sie zusteuerte und knapp vor ihnen zurücklenkte, oder passierte er die Gruppe ganz normal? Und haben die Rotkreuzhelfer zuvor der Schwester des 22-Jährigen die notwendige Hilfe verweigert oder widersetzte sich diese dem Beistand der Sanitäter? Eine Menge Fragen wirft der gestern begonnene Prozess vor dem Amtsgericht Maulbronn gegen den BMW-Fahrer auf, dem die Staatsanwaltschaft einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vorwirft.

Rückblick: Die deutsche Nationalmannschaft hatte in ihrem Auftaktspiel zur WM am 16. Juni 2014 gerade Portugal mit 4:0 abgefertigt. In Mühlacker feierten die Fußballanhänger den Sieg ausgelassen auf der Fanmeile mit einem Autokorso durch die Stadt. „Hier war die Hölle los“, sagte eine Polizistin, die mit ihrem Kollegen zur Verstärkung auf die Poststraße gerufen wurde. Zu dieser Ansammlung stieß auch die Schwester des Angeklagten, die laut dessen Aussage unter einer chronischen Krankheit leide und darum immer wieder das Bewusstsein verliere. Auch an jenem Abend wurde sie mehrfach ohnmächtig, und die Umstehenden legten sie bis zum Eintreffen der Sanitäter auf eine Bank.

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