Von Weinpanschern und dem Schicksal der Spinnerin
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Wandergruppe erkundet die Neckarlandschaft zwischen Ingersheim und Hessigheim und taucht dabei tief in die Geschichte ein
Mühlacker/Hessigheim. Knapp 40 Wanderfreunde haben sich trotz unsicherer Wetterlage und Regen auf den Weg nach Kleiningersheim gemacht, wo die nächste Etappe einer gemeinsamen Wanderserie unserer Zeitung mit dem Verein Gym and Dance anstand. Doch Petrus hatte mit der Gruppe punktgenau ein Einsehen und schickte rechtzeitig Sonne und Wärme in die reizvolle Neckarlandschaft zwischen Ingersheim und Hessigheim. Der 8,2 Kilometer langen Genusswanderung, gespickt mit ökologischen und kulturellen Besonderheiten, stand nichts mehr im Wege.
Wandern auf den Spuren der Geschichte: die Gruppe des Vereins Gym and Dance. Foto: privat
Ausgangspunkt war die idyllische Dorfmitte zwischen Rathaus, Kelter, Kirche und Schloss, dem Drehort der SWR-Serie „Die Kirche bleibt im Dorf“. Ein typisch württembergisches Dorf. Aber so einfach und geradlinig ist die württembergische Geschichte nicht. Ingersheim wird zunächst in einer Urkunde des Klosters Lorsch 779 erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Zeit des frühen Mittelalters war Ingersheim ein Hauptort der Grafen von Calw mit eigenem Gerichtsplatz. Im Mittelalter befand sich dann die Burg im Besitz der Markgrafen von Baden. Auf dieser Burg saßen vom zwölften bis zum 14. Jahrhundert badische Verwalter (Ministeriale). Zu Beginn des 15. Jahrhunderts war also das typisch württembergische Dorf badisch. 1463 mussten jedoch die Markgrafen von Baden ihre Rechte an Ingersheim an die Kurpfälzer abgeben, und damit wurden die Ingersheimer kurpfälzisch. 1504 nahm Ulrich von Württemberg die beiden heutigen Teilorte in Besitz, die seither württembergisch sind. Kleiningersheim wehrte sich gegen die Okkupation der Württemberger und wird zur Strafe zur Hälfte niedergebrannt.
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